User Generated Content (UGC)

Was bedeutet User Generated Content?

Kurz erklärt:

User Generated Content, kurz UGC, bezeichnet Inhalte, die nicht von einer Marke selbst, sondern von Nutzerinnen und Nutzern erstellt werden. Dazu zählen Fotos, Videos, Bewertungen, Kommentare oder Beiträge, in denen Menschen über Produkte, Services oder Erlebnisse mit einer Marke berichten.

Ausführliche Erklärung:

User Generated Content entsteht, wenn Menschen aus eigenem Antrieb Inhalte zu einer Marke veröffentlichen. Typische Formen sind Produktfotos und Unboxing-Videos, Erfahrungsberichte, Bewertungen auf Plattformen, Beiträge mit einem Marken-Hashtag, Antworten auf Fragen anderer Nutzer oder kreative Beiträge im Rahmen von Challenges.

Der Wert von UGC liegt in seiner Glaubwürdigkeit. Inhalte von echten Nutzerinnen und Nutzern wirken authentischer als Werbung, weil sie Erfahrungen aus erster Hand zeigen. Zudem liefern sie Marken Einblicke, wie Produkte im Alltag genutzt und wahrgenommen werden.

Vom klassischen UGC zu unterscheiden ist sogenannter UGC-Content von Creatorn. Dabei produzieren Creator im Auftrag einer Marke Inhalte im Stil nutzergenerierter Beiträge, meist gegen Bezahlung. Diese Inhalte sehen aus wie UGC, entstehen aber nicht aus eigenem Antrieb und sind entsprechend als Werbung zu behandeln.

Rechtlich gilt: Auch öffentlich gepostete Inhalte gehören ihren Urhebern. Wer UGC auf eigenen Kanälen, in Anzeigen oder auf der Website weiterverwenden will, braucht die Zustimmung der Urheberin oder des Urhebers und sollte sie nachvollziehbar dokumentieren. Sind auf Bildern weitere Personen zu sehen, sind auch deren Rechte zu beachten.

Infografik zu User Generated Content mit Formen, Vorteilen, Abgrenzung zu Creator-UGC und rechtlichen Hinweisen.

Bedeutung in der Praxis

Im Community Management ist UGC ein Zeichen dafür, dass eine Community lebt. Wenn Menschen von sich aus Inhalte zu einer Marke erstellen, fühlen sie sich ihr verbunden. Marken können diese Beiträge aufgreifen, kommentieren, teilen und so sichtbar wertschätzen. Das motiviert weitere Mitglieder, sich zu beteiligen.

Um UGC gezielt zu fördern, setzen Marken auf Hashtags, Aufrufe zum Teilen von Erfahrungen, Challenges oder Gewinnspiele. Wichtig ist, dass der Anreiz zur Marke und zur Community passt. Erzwungene oder rein werbliche Aktionen wirken schnell unaufrichtig.

Damit UGC nicht unbemerkt bleibt, braucht es ein strukturiertes Monitoring. Über Mentions, Hashtags und Social Listening lassen sich Beiträge finden, in denen über die Marke gesprochen wird, auch wenn sie nicht direkt markiert ist. So werden positive Inhalte sichtbar, aber auch Kritik oder Probleme, auf die eine Reaktion nötig ist.

Nicht jeder nutzergenerierte Inhalt ist positiv. Negative Bewertungen, kritische Videos oder Beschwerden gehören ebenso dazu. Ein professionelles Community Management reagiert darauf sachlich und lösungsorientiert, statt Kritik zu ignorieren oder zu löschen.

Vorteile

  • User Generated Content wirkt glaubwürdig, weil er echte Erfahrungen von Nutzerinnen und Nutzern zeigt.
  • Er erhöht die Reichweite, da Inhalte in den Netzwerken der Erstellenden sichtbar werden.
  • UGC liefert Einblicke, wie Produkte und Services tatsächlich genutzt und wahrgenommen werden.
  • Das Aufgreifen von Beiträgen stärkt die Bindung zwischen Marke und Community.
  • Mit eingeholter Zustimmung kann UGC als authentisches Material für weitere Kanäle dienen.
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Steven Raymond Urry, Geschäftsführer Alondra Social GmbH
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