Netiquette

Was bedeutet Netiquette?

Kurz erklärt:

Eine Netiquette beschreibt Regeln und Empfehlungen für einen respektvollen und angemessenen Umgang in der digitalen Kommunikation. Im Community Management legt sie fest, welches Verhalten innerhalb einer Online-Community erwünscht ist und welche Formen der Kommunikation nicht akzeptiert werden.

Infografik zu Netiquette mit Regeln für respektvolle digitale Kommunikation und Orientierung für Community Management.

Ausführliche Erklärung:

Der Begriff Netiquette setzt sich aus den Wörtern „Net“ beziehungsweise „Network“ und „Etiquette“ zusammen. Gemeint sind Verhaltensregeln für die Kommunikation im Internet. Eine Netiquette kann beispielsweise Vorgaben zum respektvollen Umgang, zur sachlichen Diskussion, zu Beleidigungen, Diskriminierung, Hassrede, Spam, Werbung oder zum Schutz persönlicher Daten enthalten.

Im Social-Media- und Community-Management-Kontext wird eine Netiquette häufig von Unternehmen, Organisationen oder Betreibern digitaler Communities veröffentlicht. Sie schafft einen transparenten Rahmen für Diskussionen und verdeutlicht Community-Mitgliedern, welche Kommunikationsformen innerhalb eines Kanals erwünscht oder unerwünscht sind. Gleichzeitig bietet sie Community Managerinnen und Community Managern eine Grundlage für Moderationsentscheidungen.

Eine Netiquette ist nicht vollständig mit Community Guidelines gleichzusetzen. Während die Netiquette häufig den gewünschten Umgang und grundlegende Verhaltensnormen beschreibt, können Community Guidelines detailliertere Regeln zu Moderationsmaßnahmen, Eskalationsfällen und konkreten Konsequenzen enthalten. In der Praxis werden die Begriffe allerdings teilweise synonym verwendet.

Bedeutung in der Praxis

In der Praxis wird eine Netiquette meist öffentlich zugänglich gemacht, damit sich Community-Mitglieder über die geltenden Regeln informieren können. Sie kann beispielsweise auf der Unternehmenswebsite hinterlegt oder über Social-Media-Profile verlinkt werden. Entscheidend ist, dass Regeln verständlich formuliert sind und sich auf konkrete Verhaltensweisen beziehen.

Community Managerinnen und Community Manager nutzen die Netiquette als Orientierung für die tägliche Moderation. Verstößt ein Kommentar gegen definierte Regeln, kann beispielsweise ein moderierender Hinweis erfolgen. Abhängig von Art und Schwere des Verstoßes können weitere Maßnahmen wie das Ausblenden oder Löschen von Inhalten beziehungsweise die Sperrung eines Accounts erforderlich sein.

Dabei ist die Unterscheidung zwischen kritischen Meinungen und tatsächlichen Regelverstößen von besonderer Bedeutung. Eine Netiquette sollte nicht dazu verwendet werden, sachliche oder unerwünschte Kritik pauschal zu entfernen. Moderationsmaßnahmen sollten auf nachvollziehbaren Regeln basieren und möglichst konsistent angewendet werden.

Für größere Community-Management-Teams kann eine Netiquette außerdem mit internen Moderationsrichtlinien verbunden werden. Diese können detaillierter festlegen, wie bestimmte Kategorien von Inhalten behandelt werden. Dazu zählen beispielsweise Beleidigungen, Diskriminierung, politische Diskussionen, wiederholter Spam, persönliche Daten, Drohungen oder andere sensible Inhalte.

Eine klar formulierte Netiquette kann auch bei eskalierenden Diskussionen relevant sein. Community Managerinnen und Community Manager können auf bestehende Regeln verweisen und Moderationsentscheidungen dadurch nachvollziehbarer begründen. Sie ersetzt jedoch keine Krisenstrategie und keine rechtliche Prüfung problematischer Inhalte.

Da sich Plattformen, Kommunikationsformen und gesellschaftliche Debatten verändern, sollte eine Netiquette regelmäßig überprüft werden. Wiederkehrende Moderationsfälle können Hinweise darauf liefern, ob bestehende Regeln präzisiert oder ergänzt werden müssen.

Vorteile:

  • Eine Netiquette schafft transparente Regeln für den Umgang innerhalb einer digitalen Community.
  • Sie bietet Community Managerinnen und Community Managern eine nachvollziehbare Grundlage für Moderationsentscheidungen.
  • Klar definierte Regeln erleichtern den konsistenten Umgang mit wiederkehrenden Konflikten und Regelverstößen.
  • Community-Mitglieder können vor einer Moderationsmaßnahme nachvollziehen, welche Verhaltensweisen nicht akzeptiert werden.
  • Eine regelmäßige Überprüfung ermöglicht die Anpassung an neue Kommunikationsformen und Moderationsanforderungen.

Dein kostenloses Erstgespräch

Deine Marke verdient mehr als nur Likes.

Du willst online endlich auffallen, ohne dich um jeden Post selbst kümmern zu müssen? Lass uns im kostenlosen Erstgespräch gemeinsam auf deine Marke schauen – und herausfinden, wie du mit durchdachtem Community-Management sichtbarer wirst, Reichweite aufbaust und deine Zielgruppe wirklich erreichst.

Steven Raymond Urry, Geschäftsführer Alondra Social GmbH
Steven Raymond Urry,
Geschäftsführer Alondra Social GmbH
Kostenloses Erstgespräch